Archiv der Kategorie: On Tour

Harzer Wandernadel

Als wir bei einem Ausflug die höchste Erhebung des Nordens und Mittelgebirges, den Brocken, bestiegen, entdeckten wir den Harz für uns und wollten unbedingt wiederkommen. Die wunderschöne Natur mit den fantastischen Wäldern, in die sich bezaubernde zum Teil mittelalterlich anmutende Städtchen einfügen, ist mehr als einen Ausflug wert und wartet darauf, von kleinen und großen Entdeckern erobert zu werden.

Die perfekte Lösung um alles Sehenswerte im Harz zu erkunden, ist das Projekt „Harzer Wandernadel“. Wer gern mit dem Rad oder auf Schusters Rappen unterwegs ist, findet dadurch die schönsten und erlebnisreichsten Orte des Harzes und hält sich nebenbei noch fit. Das Herzstück des Projektes bildet ein sogenannter Wanderpass, in dem es zahlreiche Stempelfelder gibt, die gefüllt werden wollen. Mit 222 Stempelstellen, die im ganzen Harz verteilt sind, hat man ordentlich zu tun und ist wohl auch einige Zeit beschäftigt. Bei der steigenden Anzahl seiner erwanderten Stempel im Heft, erarbeitet man sich die Möglichkeit, die Harzer Wandernadel zum anstecken zu erwerben. Das beginnt bei der Ausführung in Bronze, Silber und Gold und endet schließlich bei der Auszeichnung als Wanderkaiser. Darüber hinaus gibt es weitere Themenbereiche, die sich mit Goethe oder Grenzwegen beschäftigen und mit erweiterten Stempelheften und speziellen Pins locken. Eine zeitliche Begrenzung gibt es nicht. Man darf auch gern einige Jahre sammeln.

Da in unserer Gruppe auch Kids unterwegs sind, hielt sich die Freude über die anstehenden Wanderungen in dieser Altersgruppe erstmal in Grenzen. Dies änderte sich jedoch mit dem ersten Stempel im Wanderpass. Es hat schon etwas, wenn man nach der Besteigung eines steilen Berges oder langen und zum Teil anstrengenden Wanderweges seinen Stempel in das vorgesehene Feld drücken darf. Damit hat auch die Kids der Ehrgeiz gepackt und auch wenn es mühsam ist, sammeln sie eifrig ihre Stempel und müssen zugeben, dass wandern tatsächlich Spaß machen kann. So fiebern sie Stempel für Stempel ihrer ersten Auszeichnung entgegen und entdecken ganz nebenbei wunderschöne Aussichtspunkte, Burgen, Ruinen und Orte und erleben wertvolle Stunden mit der Familie. Nicht selten trifft man Gleichgesinnte, die ebenfalls ihre Heftchen füllen und kommt schnell mit ihnen ins Gespräch. Man ist schnell „per Du“ und ein gewissen Gefühl von Verbundenheit macht sich breit. Das tut, besonders in der heutigen Zeit, sehr gut und ist wahrlich Balsam für Herz und Seele.

Nach unserer Tour im Rahmen der Harzer Wandernadel können wir jeder stolz die ersten vier Stempel in unserem Heftchen vorweisen, die wir an den Stempelstellen 98 (Burgruine Hohnstein), 100 (Ruine Ebersburg), 215 (Josephshöhe) und 216 (Lutherbuche) sammelten. Natürlich werden wir Euch über weitere Ausflüge und Ziele auf dem Laufenden halten und stolz unsere Erfolge verkünden. Wer nichts verpassen möchte, schenkt unserer Seite ein Like und bekommt auch alles von weiteren Updates dieses Berichtes mit.

Wem es ebenfalls in den Füßen kribbelt und neugierig geworden ist, findet unter dem folgenden Link alle Infos zur „Harzer Wandernadel“ und vielleicht trifft man sich ja mal unterwegs…

http://www.harzer-wandernadel.de/

Burg Scharfenstein – Piraten und ihre wahren Taten

Im sagenhaften Nebel des Erzgebirges gelegen, findet sich die Burg Scharfenstein. Die Familien-Burg blickt von ihrem hohen Sitz über die traumhafte Landschaft der Umgebung. Zur Sonderausstellung „Piraten und ihre wahren Taten“ bekamen wir die Gelegenheit, die Burg zu erobern und die neugierig machende Abenteuer-Austellung anzusehen.

Bevor es allerdings zu den Schätzen der Piraten geht, muss man erstmal den Berg erklimmen um zur Burg zu gelangen. Vom Parkplatz am Fuße der Burg ist es zwar nicht weit bis zum Ziel, dafür schlängelt sich der gewundene Weg steil empor und kann weniger sportliche Teilnehmer ganz schön ins Schnaufen bringen. Zum Ausgleich bekommt man allerdings einen schönen Eindruck vom Charme des Erzgebirges.

Nachdem man die Burg betreten hat, kann man vom Burghof aus die verschiedenen Ausstellungen der Anlage erreichen. Neben der derzeitigen Piraten-Ausstellung findet man in der Burg noch das Weihnachts- und Spielzeugmuseum. Hier kann man in die Vergangenheit eintauchen, die einem die Spielzeugträume der Kinder alter Zeiten zeigt. Darüber hinaus gibt es eine sehr große und wirklich faszinierende Sammlung von Weihnachtspyramiden, Räuchermännchen und weihnachtlicher Dekoration aller Art. Was besonders in der Vorweihnachtszeit Freude und Feeling auf die besinnliche Zeit bereitet, kann auch im Frühling und Sommer Spaß machen. Für die Kids gibt es eine Menge zum Anfassen und Ausprobieren. So landet man schließlich selbst als Figur auf einer „Weihnachtspyramide“.

Das Highlight des Tages ist für uns allerdings die besagte Sonderausstellung über Piraten. Auch hier können sich die Kids und ihre kindgebliebenen Eltern nach Herzenslust austoben. Neben vielen Infos über Piraten und ihre wahren Taten gibt es eine Menge zu sehen. Hier warten Schiffe, die erobert werden wollen und in deren Kajüten es wunderbar gemütlich ist. Neben erbeuteten Schätzen liegt man in Hängematten, feuert mit der Kanone von Deck aus auf imaginäre Feinde oder duelliert sich mit Säbel und Schwert auf dem Achterdeck. Für das richtige Feeling können sich Große und Kleine Besucher aus dem reichlichen Kostüm-Fundus das passende Outfit aussuchen und standesgemäß auftreten.

Nachdem wir das Piraten-Nest wieder verlassen haben, können wir mit gutem Gewissen sagen, dass diese kleine aber mit viel Liebe angelegte Ausstellung einen Besuch wert ist. Gerade mit der ganzen Familie kann man hier viel Spaß haben und einen wunderbaren Tag verbringen. Wer von den Schätzen des Burgmuseums alles gesehen hat, kann sich zum Schluss für einen überrumpelten Euro pro Person auf dem Burgturm einen herrlichen Rundumblick der Umgebung verschaffen. Hier empfiehlt es sich, auch mal im Herbst die Burg zu besteigen. So kann man die zauberhaft bunten Farben der umliegenden Wälder bestaunen.

Wer jetzt Lust bekommen hat, auch mal einen Blick auf und in die Burg zu werfen, findet im nachfolgenden Link alle Infos. Die Ausstellung „Piraten und ihre wahren Taten“ hat noch bis 31.Oktober 2016 geöffnet.

http://www.die-sehenswerten-drei.de/estaticos/view/37-scharfenstein-castle

Amsterdam

Ganz oben auf unserer Checkliste stand der Punkt AMSTERDAM. Die Hauptstadt der Niederlande lockt natürlich und ein Besuch dieser Stadt war Pflicht. Mit großen Erwartungen und Vorfreude machten wir uns auf den Weg. Verkehrstechnisch kann man sich ruhigen Gewissens ins Getümmel wagen, denn alles ist übersichtlich angelegt und nachvollziehbar. Erhöhte Aufmerksamkeit muss natürlich den vielen Radfahrern gelten, die hier wirklich wie Armeen auftreten und überall zu sein scheinen. Einzig bleibt zu erwähnen, dass Amsterdam ein teures Pflaster ist und sich dies auch bei den Parkgebühren drastisch bemerkbar macht. Hier ist es nicht selten, dass man an der Parkuhr 5 € pro Stunde löhnen darf. Die Parkhäuser langen ebenfalls ordentlich zu und so kommt man schnell bei ein paar Stunden Aufenthalt zu einem Höchstsatz von 50 €. Einzig ein Parkhaus der Stadt macht bei einem Tagespreis von 12 € halt.

Der erste Anlaufpunkt war für uns die Amsterdamer Ausgabe des Wachsfigurenkabinetts Madame Tussauds. Dank des etwas regnerischen Wetters blieb ein langes Warten an der Kasse aus und wir konnten nach dem Kauf der Tickets für sagenhafte 66,50 € als Familie die Figuren bestaunen. Da nun wenig Betrieb herrschte, hatten wir ebenfalls viel Zeit uns mit den Figuren zu fotografieren, was ausdrücklich erlaubt ist. Und auch wenn es qualitative Unterschiede unter den Figuren gibt, sind doch alle gut gearbeitet und einige sogar spitze und täuschend ähnlich.

Ein weiterer großer Punkt auf unserer Liste war das Rijksmuseum. Hier darf man nach einem ebenfalls ordentlichen Eintrittspreis sehr berühmte Gemälde bewundern. Da hier wenigstens nur die Erwachsenen zur Kasse gebeten werden, ist man als Elternpaar mit 35 € dabei. Dafür steht man bald schon ehrfürchtig ergriffen vor Rembrandts „Nachtwache“ oder Vermeers „Dienstmagd mit Milchkrug“. Es ist unbeschreiblich, diese Bilder im Original vor sich zu sehen. Wer in Amsterdam ist und halbwegs interessiert am Kunst-Unterricht war, muss in dieses Museum.

Trotz des immer wieder auftretenden Regens, der sich glücklicherweise auch immer wieder mit der Sonne abwechselte und uns herrliche Regenbögen hervorzauberte, spazierten wir furchtlos durch die wunderbar alten Straßen, die mit ihren schiefen Häusern, langgezogenen Grachten und unzähligen Brücken unverwechselbar romantisch sind.

Auch wenn wir einige Punkte unserer Liste zeitlich bedingt oder durch großes Aufkommen anderer Touristen nicht wahrnehmen konnten, hatten wir einen wunderschönen Tag in dieser Stadt. Wir kommen auf jeden Fall wieder und können Amsterdam nur wärmstens für einen Urlaub oder Städte-Trip empfehlen. Die Einwohner sind unglaublich freundlich und zuvorkommend. Wenn man nur kurz planlos an einer Kreuzung steht, wird einem unverzüglich Hilfe angeboten. Türen werden einem aufgehalten, sehr oft bekommt man ein Lächeln geschenkt. Hier wird einem vor Augen geführt, wie schön man miteinander umgehen kann. Schade, dass das nicht überall so sein kann…

 

Meeresmuseum Stralsund

Dank des Kombitickets vom Stralsunder Ozeaneum, besuchten wir anschließend auch das MEERESMUSEUM, das nur wenige Minuten entfernt liegt und durch einen gemütlichen Spaziergang durch die Altstadt zu erreichen ist. Die erste Überraschung gibt’s schon beim Anblick des Museums. Es ist nämlich in einer ehemaligen Kirche untergebracht, was uns gleich neugierig machte…

Wir müssen fairerweise sagen, dass ein Vergleich zum Ozeaneum schon schwierig ist. Aber auch wenn das Meeresmuseum mit dem „Flaggschiff“ am Hafen nicht mithalten kann, hat es unheimlich viel Charme und übt Dank seiner außergewöhnlichen Umgebung eine hohe Anziehungskraft auf den Besucher aus. Das Museum erhebt sich durch frei einsehbare Gerüste über mehrere Etagen durch die „Kirche“ bis nach oben. So bekommt man neben den tatsächlichen Ausstellungsstücken ungewohnte Einblicke in das Gebäude. Die Kids hatten, wie schon im Ozeaneum, viel Spaß und nahmen alles genau in Augenschein. Unzählige interessante Modelle und Informationen zeigten sich uns. Und auch hier fanden sich tolle Aquarien mit wunderschönen Fischen und Schildkröten, die mit dem Betrachter zu spielen schienen. Leider machte uns hier die Zeit einen Strich durch die Rechnung, sodass wir uns etwas beeilen mussten, um nicht die Öffnungszeiten des Museums zu überstrapazieren. Aber auch bei einer zügigen Besichtigung des MEERESMUSEUMS hatten wir unheimlich Spaß und bewunderten die liebevoll zusammengestellten und breit gefächerten Dinge zum Thema Meer. Auch hier kann man viel lernen und bekommt eine Menge Denkanstöße, wie unsere Umwelt funktioniert und wir mit ihr umgehen sollten…

Wer also mal in der Stralsunder Ecke ist, gerade auch mit Kids, sollte sich unbedingt einen Tag Zeit nehmen, um diese Museen zu besuchen. Sicher wird es in Familie kein Schnäppchen, aber mit dem Kombiticket kann man einiges sparen. Es lohnt sich aber in jedem Fall und wird noch lange in Eurer Erinnerung bleiben. So wie bei uns… 🙂

OZEANEUM Stralsund

Unsere Tour mit dem Renegade führte uns unter anderem auch an die Küste. Vor den Toren Rügens, im herrlich maritimen Stralsund, findet sich ein Museum der ganz besonderen Art. Das OZEANEUM spielt sich unweigerlich in den Vordergrund, wenn man sich die Sehenswürdigkeiten der Stadt betrachtet. Der lieben Einladung folgend, machten wir uns auf den Weg. Vom Parkhaus sind es nur 5 Minuten Fußweg bis zur Hafeninsel, wo das OZEANEUM futuristisch eingebettet zwischen all den anderen Hafengebäuden liegt. Von hier aus hat man einen wundervollen Blick über den Hafen, die anliegende Gorch Fock I und die recht ansehnliche Brücke, die die Insel Rügen mit dem Festland verbindet. Die Neugier zog uns allerdings schnell ins das Museum…

Schon beim Betreten der Eingangshalle erwarten einen gigantische Skelette von Meeresbewohnern, die die Vorfreude der Kids noch mehr anfeuern. Jeder Besucher erhält einen Audio-Guide, der in Form eines Handys um den Hals gehangen werden kann. Nach einer quälend langen Wartezeit an der Ausgabe, die auch zur Einweisung dient, stellt sich der Guide als sehr wertvoll dar. Neben Fotos der entsprechenden Bereiche verrät er vielerlei Infos und Fakten zu den Ausstellungsstücken und führt einen sehr unterhaltsam durch das komplette Museum. Die Kids kamen erwartungsgemäß schnell mit dem technischen Spielzeug zurecht und lauschten einer speziell für Kinder gemachten Audioführung. Die auf den Boden gemalte Linie führt den Besucher zusätzlich durch das ganze OZEANEUM, damit man auch nichts verpasst.

Alles Sehenswerte hier aufzuzählen ist unmöglich und würde den Rahmen sprengen. Aber neben den unzähligen Aquarien, die erwähnenswert sauber waren, sticht das gigantische und größte Aquarium des Museums heraus. Das 17 mal 9 Meter messende Becken beinhaltet 2,6 Millionen Liter und lässt sich durch das 50 m² große Panoramafenster herrlich betrachten. Auf zwei Ebenen entdeckt man hier Haie, Walskelette und Fisch-Schwärme. Sitzmöglichkeiten lassen einen länger verweilen und träumen.

In den verschiedenen Bereichen des Museums bekommt man sehr viel Informationen und Anschauungsmaterial geboten, die uns durch Wissenschaft, Forschung, Technik und die unendliche Vielfalt der Meeresbewohner führt. So verbrachten wir gute 3 Stunden in diesen Räumen, die aber sehr kurzweilig waren. Schöne Abwechslungen vom wissenschaftlichen Input boten die sehr gut gemachte „Unterwasserfahrt“ mit dem „U-Boot“, die in kurzen Abständen für jeden Besucher inmitten des Museums zugänglich ist oder die Dachterrasse, die mit Pinguinen und einem wunderbaren Blick auf Stralsund glänzen kann.

Unsere Fotos zeigen nur einen kleinen Teil der vielen vielen Fische, Aquarien und sonstigen Ausstellungsstücke. Wir können Euch dieses Museum nur sehr empfehlen und ans Herz legen. Es ist eines der schönsten Museen, die wir je besucht haben. Während unserer 3 Stunden dort hörten wir nicht ein Nörgeln oder Drängen der Kids. Bis zum Highlight am Ende der Ausstellung, dem riesigen Saal mit den wahnsinnig beeindruckenden und lebensgroßen Modellen von Blauwal, Killerwal usw blieben alle wissenshungrig und begeistert. Inmitten der gigantischen Modelle kann man hier noch einmal sehr bildlich in ungeahnte Meerestiefen eindringen und sich als Teil dieser Welt fühlen. Auf vielen Liegen oder auch dem Boden in der Mitte des Saales erscheint man nur als winziger Tropfen in dieser wunderschönen und riesigen Welt. Danke für dieses Erlebnis…